Hände drauf! Das neue iPad

von Fabian Hüttenhoff Kategorie(n): News

Das neue iPad etwas dicker

In unserer Event-Berichterstattung von letzter Woche sind wir bereits ausführlich auf die technischen Daten eingegangen. Dem ist nur noch hinzuzufügen, dass einige Quellen inzwischen bestätigt haben, dass sich der integrierte Arbeitsspeicher von 512 MB im iPad 2 auf 1 GB im neuen iPad verdoppelt hat. Diese Aufrüstung ist vermutlich schon der deutlich gestiegenen Anzahl an Pixeln, die dargestellt werden wollen gezollt.

Das neue iPad etwas dicker

In unserer Event-Berichterstattung von letzter Woche sind wir bereits ausführlich auf die technischen Daten eingegangen. Dem ist nur noch hinzuzufügen, dass einige Quellen inzwischen bestätigt haben, dass sich der integrierte Arbeitsspeicher von 512 MB im iPad 2 auf 1 GB im neuen iPad verdoppelt hat. Diese Aufrüstung ist vermutlich schon der deutlich gestiegenen Anzahl an Pixeln, die dargestellt werden wollen gezollt.

Retina Display beim neuen iPad

Pixel zählen: 1… 2… 3,1 Millionen

Wir wollen aber niemanden länger mit Zahlen quälen, die werden anderorts schon genug breitgetreten. Apple selbst entfernt sich zunehmend von numerischen Genitalgrößenvergleichen. Zudem sind wir mit der technischen Entwicklung an einem Punkt angelangt, wo die Rechenleistung von Quasi-Computern im Hosentaschenformat für die Durchschnittsnutzung von Privatanwendern mehr als ausreicht. Mal ehrlich, wer nicht darauf aus ist, den neuesten Egoshooter mit allen Details flüssig spielen zu können, sein Brot mit Videoschnitt oder 3D-Rendering verdient oder Nachkommastellen von Pi ausrechnet, dem können Benchmarks, Double-, Quad- und Oktacores egal sein.

iPad 3 Retina iBooks

iBooks profitiert wie kaum eine andere App von der höheren Auflösung

Aktuelle Smartphones sind leistungsfähiger als Top-of-the-line Desktop-Rechner vor sechs Jahren (da waren wir noch nicht mal ein Jahr lang Papst), und die hatten damals schon mehr als genügend Leistung um jede Alltagsaufgabe zu bewältigen. Das Konzept der gern zitierten "Post-PC"-Welt ist nicht das wie schnell, sondern das Wie. Und Wann. Und Wo. Apple scheint das als einziger Hersteller begriffen zu haben, alle anderen werfen nach wie vor mit technischen Daten um sich als würde dadurch ein Mehrwert für den Nutzer entstehen.

Das erste was einem ins Auge sticht, wenn man das neue iPad in der Hand hält, ist das Retina-Display. Es ist angenehm, darauf Text zu lesen, der Effekt ist der gleiche wie damals, als man auf das iPhone 4 (S) gewechselt hat. Vielerorts wird der gleiche Effekt beschrieben, man sollte es gesehen haben, um zu wissen was für eine Verbesserung es darstellt. Wobei man anmerken muss, da der Betrachtungsabstand höher ist, fällt der Unterschied nicht so groß aus wie beim iPhone.

An sich ist der Formfaktor und die Funktion im Vergleich zum iPad 2 gleich geblieben, die Bedienung ist dieselbe und exakt genaus so flüssig. Das Mehrgewicht, und die leicht vergrößerte Dicke sind de facto nicht wahrnehmbar.

iPad 3 Retina Display Notes

Textrendering auf dem iPad 2 und auf dem Retina-Display des neuen iPads

Die Rückkamera macht deutlich bessere Bilder, aber diesen Faktor kann man vernachlässigen: Wer benutzt sein iPad um Fotos zu schiessen? Zudem ist die Qualität der Bilder die das iPhone 4S macht besser.

Bessere Kamera im neuen iPad

Kamera des iPad 2 (links) und des neuen iPads. Deutlich zu sehen: Der vergrößerte Linsendurchmesser. Beide iPads kommen übrigens ohne Flash aus

Einige Vergleiche im Text- und Grafik-Rendering zum iPad 2 zeigen, dass der Geschwindigkeitszuwachs, den das neue iPad mit seinem Quad-Core Rendering bringt, von der darzustellenden Auflösung negiert wird. Das kann man als Nachteil sehen, aber in Kombination mit der ebenfalls gleichen Akkulaufzeit bedeutet das: Das neue iPad stellt das 4-Fache an Auflösung dar, ohne an Geschwindigkeit oder Nutzungszeit einzubüßen.

Das ist allerdings eine beeindruckende Ingenieursleistung – und sollte als solche auch gewürdigt sein: Innerhalb eines Jahres vervierfacht Apple die Auflösung, und behält die Qualitätsmerkmale, die das iPad 2 ausgezeichnet haben bei: Hervorragende perfomante Bedienung, schnelles Text-, Bild-, und Web-Rendering bei langer Batterielaufzeit.

iPad 3 Retina Display Google Maps

Auch wenn Google Maps noch keinen Tag/Nacht-Wechsel unterstützt, im Vergleich zwischen iPad 2 und dem neuen iPad gehen einem die Augen auf

Anders herum heisst das, mit dem neuen iPad bekommt der Nutzer in erster Linie einen optischen Qualitätszuwachs. Keine Revolution, aber die ist angesichts der mangelnden Konkurrenz auch gar nicht nötig. Den nächsten großen Sprung werden wir wohl erst in der nächsten Generation erleben.

Wer allerdings noch häufig iPhone-Apps auf seinem iPad nutzt, wird positiv überrascht sein: Diese profitieren jetzt von der Retina-Auflösung, und werden doppelt so klar dargestellt.

Bislang sind ausschliesslich Apple-Eigene Apps für das neue iPad optimiert (und somit in Ihrer Installationsgröße deutlich vergrößert), wir hoffen in den nächsten Tagen mehr Worte zu Drittanbieter-Apps zu verlieren. Als erste Beispiele seien Infinity Blade II genannt, welches demnächst in Retina-Auflösung laufen wird, in den nächsten Wochen werden vermutliche viele Hersteller folgen.

iPad 3 Retina Display Twitter

Twitter auf dem neuen iPad: Text schön, Icons: "Wir arbeiten dran"

Zur Performance des neuen iPads in mobilen Netzwerken konnten wir uns leider noch kein Urteil bilden, wir werden es in Kürze nachreichen.

Wer kein iPad oder eines der ersten Generation besitzt, kann ohne Bedenken zugreifen. Wer bereits ein iPad 2 sein Eigen nennt, kann ohne schlechtes Gewissen dabei bleiben, ausser die verbesserte Rückkamera oder das bessere Disp
lay lösen Begehren aus.

An dieser Stelle möchten wir uns bei Comspot für das Testgerät bedanken, die uns das iPad direkt nach Mitternacht zur Verfügung gestellt haben.