Test: Apple iPad 2 – Performance, Kameras, App-Tipps

von Fabian Hüttenhoff Kategorie(n): News

iPad 2 Frontal

Benötige ich ein iPad 2? Diese Frage stellt sich nicht nur mir. Seit Freitag Nachmittag steht sie größtenteils unbeantwortet in vielen deutschen Haushalten. In meinem Fall besteht die Grundausrüstung aus einem iPhone 4 und einem MacBook Pro, welche die meisten mobilen Einsatzgebiete bereits hervorragend abdecken. Aber vielleicht stelle ich auch die falsche Frage; würde ich mir jetzt noch ein Laptop holen, wenn ich wüsste, dass das iPad die ihm zugedachten Aufgaben genauso gut bewältigt?

iPad 2 Frontal

Benötige ich ein iPad 2? Diese Frage stellt sich nicht nur mir. Seit Freitag Nachmittag steht sie größtenteils unbeantwortet in vielen deutschen Haushalten. In meinem Fall besteht die Grundausrüstung aus einem iPhone 4 und einem MacBook Pro, welche die meisten mobilen Einsatzgebiete bereits hervorragend abdecken. Aber vielleicht stelle ich ja die falsche Frage; würde ich mir jetzt noch ein Laptop holen, wenn ich wüsste, dass das iPad die ihm zugedachten Aufgaben genauso gut bewältigt?

42! Genau wie beim "Anhalter" scheint die Antwort bereits lange festzustehen, bevor ich die passende Frage gefunden habe. Natürlich brauche ich ein iPad 2 – selbstverständlich jetzt und sofort! Wozu ich das genau brauche oder womit ich sonst den Kauf rechtfertigen kann, kann ich mir auch noch komfortabel auf dem Rückweg vom Händler überlegen.

iPad 2 Rückansicht

Beim ersten iPad habe ich noch dankend abgewunken, woher kommt dieser Meinungswechsel? Innen wie aussen ist das iPad 2 keinesfalls revolutionär, bis auf ein Gyroskop und die Kameras gibt es nur verbesserte aber keine neuen Elemente. Apple hat allerdings an den richtigen Rädchen gedreht, und die wichtigsten Eigenschaften des iPads herausgearbeitet ohne Kompromisse einzugehen.

Das Gerät ist um ein Drittel flacher geworden und nunmehr niedriger als ein iPhone. Der geänderte Formfaktor betont den Bildschirm des iPads noch mehr, und es ist beeindruckend, wie wenig Hardware moderne Computer sind. Noch vor vielleicht zehn, zwanzig Jahren haben die Computer der Science-Fiction gegenüber zeitgeistigen Pendants vor allem an Knöpfen, Schiebern und Reglern zugelegt.

iPad 2 Real Racing

Real Racing 2 HD ist auf dem iPad 2 ein immersives Spielerlebniss.

Die Realität in der iOS-Welt dreht sich aber komplett um die Software, alles was davon ablenken könnte verschwindet, selbst die Lautstärkeregler, die Lock-Taste etc. verschwinden beim iPad 2 in der sanften Rundung hinter dem Display, und sind normalen Betrieb nicht zu sehen. Die hat allerdings auch den Nachteil, dass die Handhabung mit dem Dock-Connector-Kabel fummeliger geworden ist.

Fummelig ist anfangs auch der Umgang mit dem Smart-Cover, dem seit langem am meisten gehypten Zubehörartikel der Welt. Dank der Magnete schmiegt es sich problemlos ans iPad an und die meisten Features funktionieren auch wie beschrieben, aber beim Zusammenfalten bedarf es Übung. Damit das Smart-Cover das iPad in zwei verschiedenen Neigungswinkeln aufrichten und zu festem Stand verhelfen kann, muss man es in sich zusammenfalten. Selbstverständlich funktioniert das in der Werbung fast schon durch pusten, de facto traue ich dem etwas klapprig anmutenden Smart-Cover noch nicht, und halte das iPad lieber selbst fest. Man braucht also entweder Vertrauen oder Geduld, denn ich bin gespannt welche Hüllen- und Taschenlösungen von Drittherstellern auftauchen werden, und wie diese mit dem Magnetsystem umgehen.

iPad 2 Kamerabild

Die Kamera auf der Rückseite des iPads liefert nur bei guter Beleuchtung rauschfreie Bilder.

Und wo wir beim meckern sind: Die neu hinzugekommenen Kameras hinterlassen ebenfalls einen gemischten Eindruck. Konzipiert wurden Sie für Videotelefonie via Facetime, und mögen dafür auch ausreichend sein. Die vordere Kamera ist mit ihrer VGA-Auflösung für alle anderen Aufgaben auch denkbar ungeeignet, die hintere taugt bestenfalls für Schnappschüsse.

iPad 2 Infinity Blade

Einige wenige Spiele nutzen bereits die erhöhte Grafikleistung des iPad 2, wie z.B. Infinity Blade

Von den inneren Werten des iPad 2 bekommt man erstaunlich wenig mit, Apple verschweigt sämtliche interessanten Details. Wen es interessiert, der kann nachlesen, dass der Arbeitsspeicher von der ersten auf die zweite Generation auf nunmehr 512 MB verdoppelt wurde, der Dual-Core-Prozessor mit 1 GHz getaktet ist. Was man eigentlich wissen muss ist, dass das iPad 2 schnell genug ist, um an einem 2 Jahre alten MacBook Pro Zweifel aufkommen zu lassen. Das Seitenrendering in Safari ist so schnell, wie es die Verbindung hergibt und in sämtlichen Programmen die ich getestet habe, war das Interface erstaunlich responsiv.

iPad 2 Photobooth

Mit den Kamerafunktionen ist nun auch Photobooth auf dem iPad 2 nutzbar.

Und wenn ich denn ein Fazit ziehen sollte, dann komme ich wieder an den Anfang des Artikels. Das iPad 2 ist ein fantastisches Gerät, das viele Aufgaben hervorragend bewältigt (Surfen zum Beispiel) und dabei mehr Spass macht als ein "normaler" Computer. Andere Dinge hingegen beherrscht es gar nicht und manche Funktionen doppeln sich mit vorhandenen Geräten wie dem iPhone.

Wer bereits ein iPad der ersten Generation sein Eigen nennt, hat auf diese Frage wahrscheinlich schon eine Antwort gefunden, ist aber auch nicht im Zugzwang auf das iPad 2 umzusteigen. Ein derart essentielles Update ist es nicht. Allen anderen dr&aum
l;ngt sich Apples Tablet nun aber noch attraktiver auf. Das iPad ist eines jener Gadgets, die man nur noch unfreiwillig aus der Hand gibt und die zweite Generation verstärkt die Faszination des Gerätes ohne an anderer Stelle Einbußen zu machen.

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