Test: Harman Kardon SoundSticks II vs. Parrot Zikmu (Black & White)

von Heiko Stäsche Kategorie(n): Audio

Zikmu Parrot by StarckZikmu Parrot by StarckWie beurteilt man möglichst objektiv die Qualitäten von Designerboxen? Sowohl Klang wie auch Optik sind immer stark dem persönlichen Geschmack unterworfen und somit kann man dort wahrlich nicht erwarten eine objektive Bewertung abzugeben. Bleibt maximal die Funktionalität unter den verschiedenen Verbindungen mit der Klangquelle zu beurteilen. Dennoch dürfte grade bei Boxen der Klang wohl der spannendste Punkt sein.

Und da wären wir wieder bei unserem alten Problem – wie beschreibt man Klang? Die Wahrnehmung von Mensch zu Mensch unterscheidet sich so stark, daß ein einheitliches Vokabular grundsätzlich völlig unmöglich ist, es sei denn die Personen kennen sich und haben sich durch intensive Vorbereitung auf einen derartigen Austausch vorbereitet – aber wir sind hier ja nicht bei Wetten Dass!?.

Schon beim ersten rein subjektiven Hören der Boxen fällt auf, daß die Zikmu’s vom Sound her herb und trocken wirken. Attribute die von den meisten Personen meines Bekanntenkreises gebraucht werden, wenn bei etwas der Bauch und der Kopf fehlt. Also eine Überbetonung der (oberen) Mitten. Schnell ist man versucht Mittels des im iPhone integrierten EQ den Sound abzurunden, wird aber dabei ebenso schnell enttäuscht, weil durch den EQ (der von mir ehrlich gesagt vorher nie bemüht wurde) der Sound eher an Kraft und Ausdruck verliert. Dieses mag natürlich rein an dem von mir demnächst mal einer genaueren Untersuchung zu unterziehendem EQ liegen, aber insgesamt hellt dieser Effekt die Stimmung beim Hören nicht grade auf.

Die von mir zum Vergleich herangezogenen SoundSticks von Harmann Kardon haben natürlich einen klaren Vorteil auf ihrer Seite – es sind die Boxen, an die sich meine Ohren in der letzten Zeit am stärksten gewöhnt haben. Somit vielleicht ein nicht ganz faires Spiel auf meiner Seite. Hörgewohnheiten spielen beim akustischen Empfinden eine immense Rolle – die leider sehr oft völlig unterschätzt wird.

Zikmu Parrot by StarckZikmu Parrot by StarckWie beurteilt man möglichst objektiv die Qualitäten von Designerboxen? Sowohl Klang wie auch Optik sind immer stark dem persönlichen Geschmack unterworfen und somit kann man dort wahrlich nicht erwarten eine objektive Bewertung abzugeben. Bleibt maximal die Funktionalität unter den verschiedenen Verbindungen mit der Klangquelle zu beurteilen. Dennoch dürfte grade bei Boxen der Klang wohl der spannendste Punkt sein.

Und da wären wir wieder bei unserem alten Problem – wie beschreibt man Klang? Die Wahrnehmung von Mensch zu Mensch unterscheidet sich so stark, daß ein einheitliches Vokabular grundsätzlich völlig unmöglich ist, es sei denn die Personen kennen sich und haben sich durch intensive Vorbereitung auf einen derartigen Austausch vorbereitet – aber wir sind hier ja nicht bei Wetten Dass!?.

Schon beim ersten rein subjektiven Hören der Boxen fällt auf, daß die Zikmu’s vom Sound her herb und trocken wirken. Attribute die von den meisten Personen meines Bekanntenkreises gebraucht werden, wenn bei etwas der Bauch und der Kopf fehlt. Also eine Überbetonung der (oberen) Mitten. Schnell ist man versucht Mittels des im iPhone integrierten EQ den Sound abzurunden, wird aber dabei ebenso schnell enttäuscht, weil durch den EQ (der von mir ehrlich gesagt vorher nie bemüht wurde) der Sound eher an Kraft und Ausdruck verliert. Dieses mag natürlich rein an dem von mir demnächst mal einer genaueren Untersuchung zu unterziehendem EQ liegen, aber insgesamt hellt dieser Effekt die Stimmung beim Hören nicht grade auf.

Die von mir zum Vergleich herangezogenen SoundSticks von Harmann Kardon haben natürlich einen klaren Vorteil auf ihrer Seite – es sind die Boxen, an die sich meine Ohren in der letzten Zeit am stärksten gewöhnt haben. Somit vielleicht ein nicht ganz faires Spiel auf meiner Seite. Hörgewohnheiten spielen beim akustischen Empfinden eine immense Rolle – die leider sehr oft völlig unterschätzt wird.

Aber dennoch – dies ist der Sound beim dem ich mich – trotz Optik bedingter Abneigung – Zuhause fühle. Bisher haben die SoundSticks mir immer einen kraftvollen, klaren Klang beschert, der sowohl in niedrigen Lautstärken angenehm ist, wie auch wenn es mal darum geht die Wände wackeln zu lassen. Der manuell regulierbare Subwoofer ist zwar eine recht unpräzise Sache wenn man so will, aber manchmal ist es schön, wenn man für eine Einstellung einfach unmittelbar auf einen Regler zugreifen und dann dem Gespür überlassen kann, wo man sich hinbewegt. EQ-Presets sind zwar praktisch um schnell umfangreiche Veränderungen vorzunehmen, aber man hat doch relativ wenig Einfluß auf die Menge und Art der Veränderung.

Bis hierher also erstmal das Ergebnis, daß der Sound der ungleich teureren und von den Möglichkeiten viel komplexeren Zikmu’s nicht begeistern kann.

Daher einfach eine etwas längere Playliste mit unterschiedlichen Stücken, aus unterschiedlichen Musikrichtungen – alles Stücke, die ich schon seit Jahren kennt, damit man auch weiß was man erwartet bzw. zu erwarten glaubt. Aber auch dieser Versuch den Zikmu’s mit offenen Armen entgegen zu kommen führt zu wenig Freude. Gefühlstechnisch bin ich geneigt zu sagen, daß der Sound schwächelt, klemmt und hakt. Bei keinem der vielen Songs kommt bei mir so richtig Freude auf. Stücke die mir unter meinem geliebten Kopfhörer die Gänsehaut über die Arme treiben, schaffen es nichtmal mich über das Niveau von Fahrstuhlmusik hinaus zu begeistern.

Harman Kardon SoundSticksNatürlich mag all das immer noch an meiner vielleicht unbewußten Auswahl der Stücke liegen – schließlich hab ich ein Faible für Bass und elektronische Musik, und weiß auch, daß auf neutralen Boxen wie man sie im Studio verwendet vieles anders klingt, als man es Zuhause von seiner HiFi Anlage geboten bekommt.

Dennoch kann mich der Sound nicht überzeugen – und so subjektiv wie ich dabei bin, so überzeugt bin ich auch von meinem Empfinden.

Um den Boxen dennoch nicht gleich den Laufpass zu geben, wird also fix das wohl behütete Großmembran Mikrofon aus seinem Versteck geholt, die Audiosoft angeworfen und die Boxen Paar für Paar – so identisch wie möglich – einer "technischen" Analyse unterzogen. Was sagt das Frequenzspektrum bei gleichartiger Beschallung, nahezu identischer Aufstellung und ungefähr gleichen Vorraussetzungen was die Lautstärkepegel angeht?

Ich mag meinen Augen gar nicht trauen: Während die SoundSticks zwischen ca. 400 Hz und 10kHz einen für solche Verhältnisse recht linearen Verlauf zeigen, brechen beide Paare der Zikmu’s bei 5 kHz deutlich weg und haben dafür bei 2kHz eine deutlich wahrnehmbare Überhöhung. Insgesamt reicht das aufgezeichnete Signal bei den SoundSticks bis knapp über 20kHz hinaus, während die Zikmu’s schon unterhalb dieser Grenze aus dem aufgezeichneten Pegelbereich heraus fallen
. Im Bassbereich zwischen 50 und 100 Hz ist der Pegel der SoundSticks noch immer auf der gedachten ideal Linie, während die beiden Zikmu’s hier sehr unterschiedlich erscheinen, während die einen leicht nachlassen, hat das andere Paar einen kräftig zu erkennenden Abfall. Etwas das mir beim Hören gar nicht so deutlich bewußt geworden ist.

Bei einem Kontrollversuch ließen sich die Ergebnisse zwar nicht identisch, aber in ihrer Ausprägung erkennbar wiederholen.

Natürlich spielen bei dieser Herangehensweise auch der Raum und die Aufstellung der Boxen eine große Rolle, womit man die Werte nicht als Referenz heranziehen kann. Was aber bleibt, ist die Bestätigung des subjektiven Höreindrucks und die klare Unterscheidung zu dem, was die SoundSticks bei den gleichen Bedingungen geliefert haben.

Nachdem der Klang damit ausreichend behandelt worden ist, noch ein Blick auf die Bedienung der Boxen.

Im Gegensatz zu der simplen Miniklinke, die die SoundSticks als einzige Anschlußmöglichkeit bieten, herrscht bei den ZikMus direkt Vielfältigkeit. Bei der Verwendung des Dock-Connectors ist die Bedienung denkbar einfach. iPod bzw. iPhone eingesteckt, via Fernbedienung auf Play gestellt und schon spielt die Musik. Leider ermöglicht die Fernbedienung keine Menüsteuerung des iPods/iPhones. Eine Auswahl von Playlisten oder das Aktivieren der zufälligen Reihenfolge, muß am iPod selbst erfolgen.

Die Nutzung der ZikMus über Bluetooth gestaltet sich schon ein wenig schwieriger – mein iMac wollte erst nach dem dritten Anlauf wirklich Verbindung mit den Boxen aufnehmen. Danach lassen sich die Boxen problemlos nutzen. Einzig die Reaktion auf Veränderungen, wie EQ-Einstellungen von iTunes geraten etwas träge, was aber sicher den Soundbuffern für eine störungsfreie Wiedergabe zu schulden ist. Aber dieses Verhalten ist auch zu verschmerzen, da durch die kabellose Nutzung doch ein deutlicher Vorteil vorhanden ist.

Genauso träge verhalten sich die Boxen übrigens bei der Anbindung via Wifi. Leider ist die Nutzung über diese Verbindung Windowsnutzern vorbehalten, unter OS X war es nicht möglich mit den Boxen Kontakt zu bekommen. Man hätte annehmen können, daß Parrot in diesem Punkt mittlerweile, schließlich sind die Boxen schon seit Ende 2009 auf dem Markt, nachgebessert hat, zumal Apple-Nutzer doch ein Faible für Designobjekte haben. 

Auch wenn die Möglichkeiten durch die Bluetoothverbindung sehr verlockend sind, so ist der nach meinem Empfinden schwächelnde Sound eine klares KO Kriterium.

Somit muß ich mir doch keine Sorgen machen, daß ich in nächster Zeit Geld für schicke Boxen mit Bluetoothanbindung und Webinterface-Steuerung ausgeben muß. Ich bleib bei Acryl mit Miniklinke. Aber vielleicht schicken die Jungs von Teufel ja mal was rüber, das mir den Angstschweiß in den Nacken treibt !?

Die Preise der Boxen: