Review: Das neue MacBook Pro 2011 mit Quad-Core i7 und Thunderbolt

von Fabian Hüttenhoff Kategorie(n): Mac

Das neue Apple MacBook Pro 2011 Intel Quad-Core i7 und Tunderbolt

Wie Freitag schon angekündigt, hat uns der mStore Wuppertal das brandneue MacBook Pro für einen ersten Test zur Verfügung gestellt. Unser Testmodell war das kleinere 15-Zoll MacBook Pro mit folgender Ausstattung:

  • 2,0 GHz Intel Quad-Core i7
  • 4 GB 1333 MHz DDR3-RAM
  • AMD Radeon 6490M mit 256 MB und Intel HD Graphics 3000
  • 500 GB Festplatte mit 5400 rpm

Zum Vorgänger hat sich äußerlich nichts verändert. Bis auf den kleinen Blitz neben dem Thunderbolt/Mini-DisplayPort weist nichts auf die neuste Generation der MacBook Pros hin. Die paar Gramm, die das MacBook Pro abgenommen hat, fallen überhaupt nicht ins Gewicht. Die neuen MacBooks haben aber unter der Haube deutlich an Leistung zugelegt.

Das neue Apple MacBook Pro 2011 Intel Quad-Core i7 und Tunderbolt

Wie Freitag schon angekündigt, hat uns der mStore Wuppertal das brandneue MacBook Pro für einen ersten Test zur Verfügung gestellt. Unser Testmodell war das kleinere 15-Zoll MacBook Pro mit folgender Ausstattung:

  • 2,0 GHz Intel Quad-Core i7
  • 4 GB 1333 MHz DDR3-RAM
  • AMD Radeon 6490M mit 256 MB und Intel HD Graphics 3000
  • 500 GB Festplatte mit 5400 rpm

Zum Vorgänger hat sich äußerlich nichts verändert. Bis auf den kleinen Blitz neben dem Thunderbolt/Mini-DisplayPort weist nichts auf die neuste Generation der MacBook Pros hin. Die paar Gramm, die das MacBook Pro abgenommen hat, fallen überhaupt nicht ins Gewicht. Die neuen MacBooks haben aber unter der Haube deutlich an Leistung zugelegt.

Das neue Apple MacBook Pro 2011 Intel Quad-Core i7 und Tunderbolt

Let the benchmarks begin!

Um herauszufinden, wie sich dieser Leistungszuwachs auswirkt, habe ich als erstes die drei gängigsten Benchmark-Suites laufen lassen. Um Schwankungen oder Ungenauigkeiten zu vermeiden, wurde jeder Test drei Mal durchlaufen und das jeweils beste Ergebniss übernommen.

Cinebench

  • OpenGL: 20,81 BpS (Bildvergleich 99,3%)
  • CPU: 4,79 Punkte
  • CPU (Einzelkern): 1,09 Punkte (MP-Verhältnis 4,42x)

Cinebench Benchmark Ergebnis mit Apple MacBook Pro Intel Quad Core i7

Die Open GL-Leistung ist für ein Laptop schon sehr eindrucksvoll. Die Renderleistung ist gleichwertig mit aktuellen iMacs mit Quad-Core i7.

Geekbench

Gesamtpunkte: 8.857

Diese Punktezahl entspricht in etwa den Mac Pros von 2009 mit Quad-Core Xeon, was ein beachtliches Ergebniss ist. Ein vorjahres MacBook Pro mit Dual-Core i7 und einer Taktung von 2,8 GHz erreicht gerade einmal knapp 6.000 Punkte.

XBench

Gesamtpunkte: 192,60

Laptops schneiden aufgrund ihrer langsamer drehenden Festplatten bei Xbench immer schlechter ab, deswegen sei kurz gesagt, dass das neue MacBook Pro Punktzahlen jenseits der 400 erreicht, wenn der "Disk Test" unberücksichtig bleibt.

Macbook Pro 2011

Praxistests

Photoshop: Ich habe eine fast 600 MB-Datei mit mehreren ineinander verrechneten Ebenen bearbeitet und Filter die auf das komplette Bild angewendet. Die Prozessbalken waren dabei nur kurzzeitig zu sehen. Scrollen, das Ein- und Ausblenden von Ebenen sowie die Anwendung von Pinselspitzen war butterweich und verzögerungsfrei.

Auch umfangreiche Projekte in Illustrator oder InDesign zu bearbeiten, stellte das MacBook Pro vor keine Schwierigkeiten. Insgesamt lässt die Arbeitsperformance nichts zu wünschen übrig. Videoprofis dürften gespannt sein, was Dritthersteller mit der Thunderbolt-Schnittstelle anfangen. Übertragungsraten von 700 MB/Sekunde klingen verheißungsvoll.

Das neue Apple MacBook Pro 2011 Intel Quad-Core i7

Spieleperformance

Ich hatte leider nicht genug Zeit, um das MacBook Pro mit allen relevanten Spielen zu testen. Vielspieler greifen wahrscheinlich eher zu dem besser ausgestattetem 15-Zoll oder gleich dem 17-Zoll Modell, das nicht nur eine leicht schnellere Radeon an Bord hat, sondern auch mit dem vierfachen an dediziertem Speicher arbeiten kann.

Nichtsdestotrotz schlägt sich auch das kleine 15er sehr gut. Ich habe sowohl Civilisation V als auch StarCraft II in voller Auflösung (1.440 x 900 Pixel) mit hohen Details flüssig spielen können. Und wen es interessiert, Quake 3 läuft mit bis zu 663 (!) Frames pro Sekunde.

Apple Intel Thunder Bolt aka Light Peak

Qu’est que c’est ‚Thunderbolt‘?

Thunderbolt hiess vorher Light Peak und ist ein neuer Schnittstellen-Standard den Intel in Zusammenarbeit mit Apple entwickelt hat. Dieser ermöglicht den Transfer von zwei aktuellen Protokollstandards, DisplayPort und PCI-Express über ein kleines Kabel. In Form und Erscheinung ist der Anschluss mit dem bisherigen Mini-DisplayPort identisch, die Bandbreite ist aber erheblich höher: bis zu 10 Gigabyte pro Sekunde (bidirektional).

Die Möglichkeiten sind dementsprechend (fast) unendlich. Theoretisch kann jedes Signal übertragen werden: Vorstellbar wäre zum Beispiel, dass das nächste Cinema Display nur noch über ein einziges Thunderbolt-Kabel mit dem Macbook Pro verbunden wird, welches die Signale für die integrierte iSight,  Mikrophon und Lautsprecher überträgt sowie für die Anschlüsse am Monitor für USB, Firewire und weitere Thunderbolt-Ports.

Die Bandbreite und Vielseitigkeit der Schnittstelle kann aber auch ganz neue Lösungen unterstützen. Monitore werden zukünftig nicht mehr über die im Computer verbaute Grafikkarte angesteuert, sondern verf&u
uml;gen über eine eigene Karte. Das reduziert die Systemlast und ermöglicht es beinahe beliebig viele Monitore anzusteuern (Mit Thunderbolt kann man bis zu sieben Geräte in Reihe mit

Thunderbolt Mac

Quo vadis, ‚Thunderbolt‘?

Jetzt kommt die Krux an der Sache: Thunderbolt ist so neu, dass es noch gar kein entsprechendes Zubehör gibt. Die Schnittstelle kann man bislang nur als Monitorausgang nutzen – und hier der nächste Rat: Im Moment sollte man auch keines der schicken LED-Cinema Displays kaufen, die sind nämlich bis zur nächsten Generation eine Schnittstellen-Einbahnstraße.

Erst kommenden Donnerstag wollen Dritthersteller die ersten Geräte mit Thunderbolt-Anschluss vorstellen. Die Liste der Unterstützer schliesst laut arstechnica Hersteller wie AJA, Apogee, Avid, Blackmagic, Universal Audio, LaCie und Western Digital ein.

Wann diese marktreif sind oder wann  – geschweige denn ob – sich Thunderbolt durchsetzen und USB und Firewire verdrängen kann, steht noch in den Sternen. Apple verstärkt an dieser Stelle die strategische Partnerschaft mit Intel und kann seine Geräte als zukunftssicher verkaufen, obwohl noch gar nicht fest steht, ob sich die Zukunft um Thunderbolt dreht. Aber wer sich noch an 1998 und den erstem iMac erinnert, bei dem sämtlichen seriellen Ports zugunsten der damals unbekannten Schnittstelle USB geopfert wurden, der weiss, dass sich das Risiko lohnen kann.

Macbook Pro 2011

Fazit

Das MacBook Pro hat eine gelungene Modellpflege hinter sich. Der Quad-Core Prozessor macht einen sehr guten Eindruck, die Performance des Geräts kann in allen Bereichen überzeugen. Bei gut optimierter Software ist die Leistungsentfaltung des i7 auf dem Niveau eines 2009er Mac Pro und so viel Power in einem derart kleinen Gerät zu haben ist fantastisch.

Ob Thunderbolt der erwartete Heilsbringer und endgültige Ablöser für FireWire und USB ist, bleibt abzuwarten. Das Potential der Schnittstelle ist allerdings unbestritten und im schlimmsten Fall bleibt der Anschluss als Mini DisplayPort in Verwendung.